Elternarbeit

Viele Lehrer sind auch Eltern.

Alle Eltern waren auch Schüler.

Viele Schüler werden Eltern.

Manche Schüler werden Lehrer.

Sollte es da keine Gemeinsamkeiten geben?

Natürlich gibt es Gemeinsamkeiten – aber wie überall können auch Konflikte, Spannungen und Fehlinformationen entstehen.

“Das Erziehungsrecht der Eltern und der staatliche Bildungs- und Erziehungsauftrag sind in der Schule einander gleichgeordnet. Die gemeinsame Erziehungsaufgabe verpflichtet zu vertrauensvollem und partnerschaftlichem Zusammenwirken, zu gegenseitiger Unterrichtung und Hilfe in allen für das Schulverhältnis bedeutsamen Fragen sowie zu Aufgeschlossenheit und Offenheit im Umgang miteinander.” So sagt es das Schulgesetz Rheinland-Pfalz im §2.

Eltern können in zweierlei Form an der Schule ihrer Kinder aktiv werden, im Rahmen der Klasse als Klassenelternsprecher und auf breiterer Ebene im Schulelternbeirat. “Die Elternvertertungen sollen die Interessen der Eltern im Rahmen der Erziehung ihrer Kinder wahren und das Vertrauensverhältnis zwischen Schule und dem Elternhaus festigen und vertiefen.” (vgl. §38.1)

Klassenelternversammlung/Klassenelternsprecher (KES)

Die Klassenelternversammlung besteht aus den Eltern der Schüler einer Klasse und wählt für die Dauer von zwei Jahren den Klassenelternsprecher. Dieser vertritt die Belange der Klassenelternversammlung gegenüber der Schule.

Schulelternbeirat (SEB)

Der Schulelternbeirat hat die schöne Aufgabe, die Erziehungs- und Unterrichtsarbeit der Schule zu fördern und mitzugestalten. Er berät die Schule, unterstützt sie, gibt Anregungen und unterbreitet Vorschläge.  Der SEB vertritt die Eltern gegenüber der Schule, der Schulverwaltung und der Öffentlichkeit. Er wird von der Schulleitung über alle Angelegenheiten unterrichtet, die von wesentlicher Bedeutung sind. Sein Rat ist anzuhören bei wesentlichen Maßnahmen der Schulentwicklung, wie

  • Veränderungen des Gebäudes,
  • der Einführung neuer Lern- und Arbeitsmittel,
  • bei Anträgen an den Schulträger mit Bezug auf den Haushaltplan,
  • bei der Einrichtung von freiwilligen Unterrichtsveranstaltungen,
  • in Fragen zur Beförderung von Schülern,
  • bei der Regelung und Ausstattung der Bibliothek und bei der
  • Festlegung der beweglichen Feiertage.

Des Benehmens mit dem SEB bedürfen folgende Themengebiete:

  • Maßnahmen für Schulentwicklung und Qualitätssicherung
  • Erweiterung, Einschränkung oder Aufhebung der Schule
  • Einbeziehung der Schule in einen Schulversuch
  • Änderung der Bezeichnung der Schule
  • Organisation von Unterricht und Betreeung außerhalb des Unterrichts
  • Aufstellung von Grundsätzen für außerschulische Veranstaltungen
  • Aufstellung von Grundsätzen für die außerschulische Bebutzung des Gebäudes
  • Aufstellung von Grundsätzen für den UNterrichtsausfall bei besonderen klimatischen Bedingungen und
  • Aufstellung der Hausordnung

Bei folgenden Entscheidungen muss der SEB seine Zustimmung geben:

  • Abweichung von der Stundentafel, um fachliche oder pädagogische Schwerpunkte zu setzen
  • Grundsätze für besondere Unterrichtlichtsangebote
  • Grundsätze über Umfang und Verteilung von Hausaufgaben
  • Teilnahme von Eltern am Unterricht des eigenen Kindes
  • Grundsätze für Klassen- und Kursfahrten
  • wesentliche Änderungen der Unterrichtszeit
  • Abschluss von Schulpartnerschaften und Grundsätze für Schüleraustausche
  • Grundsätze zur Berufsberatung, Gesundheitspflege, Ernährung und Jugendschutz